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Dörenther Klippen

Südlich von Ibbenbüren zieht sich der Felszug der Dörenther Klippen am Rand des Teutoburger Waldes entlang. Die Sandsteinformationen entstanden vor rund 140 Millionen Jahren aus Sandbänken und Ablagerungen eines urzeitlichen Meeres. Über etwa vier Kilometer treten Felstürme und Felsbänder aus dem bewaldeten Höhenzug hervor; die höheren Türme erreichen rund 20 Meter. Wetter und Verwitterung haben den Sandstein über lange Zeit geformt. Von den Höhen öffnet sich der Blick nach Süden über das Münsterland.

Sandstein und Wald im Wechsel

Die Felsen liegen auf dem Osningsandsteinzug, der hier neben einem parallel verlaufenden Plänerkalksteinzug den westlichen Ausläufer des Teutoburger Waldes prägt. An den Kuppen und Hängen wachsen lichte Kiefern- und Eichen-Birkenwälder; Heidelbeere, Drahtschmiele und Farne gehören stellenweise zur Krautschicht. In tieferen Hanglagen kommen Buchenwälder vor. Wacholder und Besenheide erinnern daran, dass Teile des Höhenzugs früher als Heide genutzt wurden. Am südlichen Hangfuß sind außerdem Hohlwege und Wallhecken überliefert. So treffen auf engem Raum Fels, Wald und Spuren der früheren Landnutzung zusammen.

Lebensraum für Moose und Flechten

Das Naturschutzgebiet bewahrt die Felsformationen in ihrer natürlichen Ausprägung und schützt insbesondere die Moos- und Flechtengesellschaften mit gefährdeten Arten. Die Felsen und Kuppen tragen teils Gehölze oder kleinflächige Felsheide; der Schutz hängt auch von den Bedingungen an ihren jeweiligen Standorten ab. Das Gebiet gehört zugleich zum Waldverbund des Teutoburger Waldes. Ziel ist, naturnahe Waldbereiche zu erhalten und langfristig standortgerechte heimische Laubwälder zu entwickeln. Wer auf den ausgewiesenen Wegen bleibt, erlebt die Felslandschaft aus der Nähe und schont zugleich die empfindlichen Fels- und Hangbereiche.

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Das Hockende Weib und die Sage

Das bekannteste Felsgebilde ist das Hockende Weib, dessen Umriss an eine sitzende Frau erinnert. Einer Sage nach wurde eine Mutter zu Stein, als sie ihre Kinder vor einer herannahenden Flut rettete. Die Erzählung ist eine regionale Legende; die geologische Entstehung der Felsen erklärt sich durch die Ablagerungen und die spätere Formung des Sandsteins. Mehrere Wanderwege verlaufen durch die Umgebung, darunter der Hermannsweg und die Teutoschleife Dörenther Klippen. Der Wanderführer fürs Münsterland bietet weitere Tourenideen; Ziele im Kreis Steinfurt und Ausflugsziele im Münsterland ergänzen den Naturbesuch um Kultur und weitere Landschaften. Wer neben den Klippen auch längere Abschnitte des Hermannswegs oder der Teutoschleife wandern möchte, kann eine Übernachtung in Ibbenbüren für den Aufenthalt einplanen.